Grüner Veltliner

Grüner Veltliner oder Weißgipfler ist eine Weißweinsorte. Sie ist die wichtigste und verbreitetste Rebsorte aus Österreich und wird im Ausland oft als österreichische Nationalsorte angesehen. Vor allem findet sie in Niederösterreich optimale Standortbedingungen.

 

Abstammung und Herkunft

Der Grüne Veltliner ist die wichtigste autochthone Rebsorte aus Niederösterreich. Die vormals als „(Grüner) Muscateller“ bezeichnete Sorte ist in Niederösterreich bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts zurück nachzuweisen.

Er ist eine natürliche Kreuzung von Traminer und St. Georgen.

Der zweite Elternteil wird von der HBLA Klosterneuburg nach dem Auffindungsort St. Georgen am Leithagebirge als St. Georgen bezeichnet. Lokal dürfte die Traube als Grünmuskateller bezeichnet worden sein. Die Mutter-Rebe, die ein Alter von ungefähr 400 Jahren aufweist, wurde im Februar 2011 durch Vandalismus stark beschädigt, sodass befürchtet wurde, dass sie nicht mehr austreiben würde. Durch umfassende Pflege ist es gelungen, bis Mai 2011 mehrere Austriebe heranzuziehen. Im Juni 2012 wurde eine Auspflanzung von 400 Reben durchgeführt, bei der 2014 die ersten Trauben geerntet werden konnten und 2015 die Jungfernlese durchgeführt wurde.

Der Grüne Veltliner ist nicht verwandt mit dem Frühroten Veltliner und Roten Veltliner.

 

Wein

Ihre Weine bestechen durch ihr intensives Bouquet und durch ihre Frische. Typisch können angenehme Aromen nach weißem Pfeffer oder auch Tabak ausgemacht werden, hervorragend ist aber meist die intensivere Nase und der Geschmack nach Citrus und Frucht (Pfirsich). Ein guter Grüner Veltliner besticht durch seine Frische am Gaumen und ist, entgegen landläufiger Meinung, die auf vielen eher mäßigen Grünen Veltlinern beruht, entsprechend lagerfähig. Bei Verkostungen älterer Weine beeindrucken hochwertige Veltliner immer wieder durch ihre erstaunliche Frische.

Dem Grünen Veltliner war der erste österreichische DAC-Wein, der Weinviertel DAC, gewidmet. Seit 2006 gibt es auch noch einen weiteren DAC aus dieser Rebsorte mit dem Traisental DAC, seit dem Jahrgang 2007 einen dritten – den Kremstal DAC der am Weißweinsektor als erster DAC eine Reservelinie gestattet.

 

Verbreitung

Die weltweite Anbaufläche der Sorte Grüner Veltliner betrug 2010 18.849 ha. In Deutschland gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts diverse Versuche, diese Sorte, die bis in die 1930er Jahre in vielen Gemischten Sätzen zu finden war, wieder heimisch werden zu lassen, so unter anderem in der Pfalz, in Rheinhessen und im Rheingau, aber auch in Württemberg, an der Nahe und in Sachsen. Die in Deutschland mit Grünem Veltliner bestockte Rebfläche lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2016 bei 24 ha.

 

 

Quelle:

Seite „Grüner Veltliner“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. August 2020, 10:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gr%C3%BCner_Veltliner&oldid=202771258 (Abgerufen: 13. Dezember 2020, 16:47 UTC)